Die Sprache des Herzen`s

Herzwahrnehmung kann man nicht mit dem "Verstand verstehen". Dieses verstehen beginnt dann, wenn wir im Kopf frei sind und im Herzen einfach nur wahrnehmen. Wahrnehmen ist ein Zustand von "aufnehmen". Es ist kein aktives im Kopf sein, es ist ein Zustand wo wir Informationen von wo auch immer zulassen zu empfangen. Meistens fällt es uns Menschen einfacher zu "reden" als "zu zuhören". So ist es auch mit "denken" und einfach "nur wahrnehmen".


Gefühle wie Traurigkeit und Hass können direkt im Herzbereich fühlbar sein und Mauern um s Herz bauen, wenn sie nicht von Liebe berührt und verdrängt werden. Angst ist im ganzen Körper wahrnehmbar. Um wieder im Herzen "SEIN" zu können, braucht es das zulassen Gefühle durchlaufen zu lassen, dass sich alter Schmerz weg löst und die Schutz-Mauern die wir um unser Herz errichtet haben wieder abgebaut werden. Manchmal bricht uns das Leben so, dass die Mauern zum einstürzen kommen. Alles scheint in uns zu zerbrechen, doch eigentlich beginnt das Leben uns wieder zu durchströmen und Liebe kann uns wieder "erreichen".



Wir alle wünschen uns "eigentlich" Nähe und wollen aber nicht mehr verletzt werden. Nähe wächst durch das Zulassen von Verletzbarkeit und das annehmen unserer scheinbaren Schwächen. Wahre Stärke ist für mich, zu den eigenen „Schwächen“ zu stehen. Selbstliebe wird zum  SEIN`S Zustand in der Annahme von dem was in uns ist.  Jedes Gefühl hat seine Berechtigung und mit bewusster Wahrnehmung sind wir uns unseres eigenen Schmerzes bewusst der einfach nur Liebe sucht. Es ist ein wieder lebendig werden; ein leben um zu spüren das man lebt und leben um zu erleben, dass es keine Mauern braucht. Leben um sich selbst wieder zu spüren und um alles  wieder mehr mit dem Herz wahrnehmen zu können.



 

Alle Menschen welche Rasse, welches Land auch immer, haben dieselben Gefühle. Es ist die Sprache die wir alle Sprechen, denn Gefühle sind die Sprache des Herzens. Wenn wir unsere eigene Herzsprache "sprechen", dass heisst alle unsere Gefühle in uns durchfliessen lassen; dann können wir auch das Umfeld wieder emotional mit dem Herzen wahrnehmen. Wenn wir uns selbst im Herzen verstehen, verstehen wir die Welt. Es wächst ein wahrnehmen, dass immer mehr urteilsfrei wahrnimmt. Im Herzen sind wir mit unserer Liebe verbunden und reine Liebe braucht keine Kategorien, keine Gedankenkonstrukte  -  sie nimmt nur wahr.


Das eigene Herz nimmt im Aussen wahr, wie das im eigenen Innern und spürt dann, was es gerade braucht, ohne es irgendwie zu werten.


Mit dem Herzen wahrnehmen hat nichts mit sich aufopfern zu tun und auch nicht damit, gegen das eigene Innere zu handeln. Eine Herzkraft kann auch mal ein kräftiges Nein sein oder ein Einsatz FÜR das Gute. Wir nehmen mit dem Herzen wahr, wenn wir im Herzen sind und das kann sich mehr oder weniger „geerdet“ anfühlen. Nach meiner Erfahrung nach, fühle ich Liebe immer kräftiger DA und in mir, je mehr ich meine alten Gefühle „aufgeräumt“ habe und alles in mir angenommen habe. So wird der Berg dessen was ich mich schlecht fühlte immer kleiner und es gibt dann nichts mehr wofür ich mich schämen müsste. Wir sind nicht nur gut wenn wir erfolgreich sind und alles "im Griff" haben, wir haben alle Seiten in uns. Auch bewusste und unbewusste Momente in denen wir leben, handeln, reagieren, wahrnehmen und das darf sein. Wir kommen nicht weiter in dem wir uns gegenseitig kritisieren, sondern in dem wir uns gegenseitig liebevoll helfen  „bewusst“ zu werden und mit dem sein dürfen, was IN UNS da ist.

Durch das emotionale DASEIN, können wir Menschen wieder auf "gleicher Ebene" begegnen. Keine Machtspiele mehr, kein verurteilen mehr, kein "ich bin besser als du", keine Rollenspiele mehr. Kein handeln um Liebe zu bekommen und auch kein sich aufopfern mehr. Wir haben nicht gelernt, wie mit unseren Verletzungen umzugehen, daher war das "sich schützen" und alles über den Kopf verarbeiten sei es Verstandesmässig oder in einem anderen Bewusstseinszustand, ein natürliches Verhalten mit dem seelischen Schmerz umzugehen. Zudem ist ein abgetrennt sein vom reinen Bewusstsein im begrenzten Verstand und das erleben von allem was nicht Liebe ist, der Erfahrungszustand vom Gegenteil dessen was wir eigentlich sind. Wir können uns nur ERFAHREN und SPÜREN durch das was wir NICHT SIND. Eigentlich sind wir Liebe, was ich in Nahtoderfahrungen klar erlebt habe. Doch es einfach zu sein ist etwas anderes als es hier im Leben zu erfahren, zu spüren und zu fühlen. Das wird erst durch den Gegenpol möglich. Ohne die Dunkelheit wüssten wir nicht wie es sich anfühlt im Licht zu sein. Ohne den Unfrieden wüssten wir nicht wie sich Frieden anfühlt. Liebe bringt uns wieder ins Herz, aus all dem Gegenteil was wir erfahren haben. Jeder Schmerz und jedes "Mauergefühl" löst sich auf, wenn es sein darf und in Selbstverantwortung wahrgenommen wird.


Es kann auch sein, dass wir mit einem Menschen so sehr verbunden sind, dass wir seine und die eigenen Gefühle wahrnehmen und direkten Zugang zur Herzenergie haben. Diese Herzkraft kann uns aufrütteln aus alten Mauern auszubrechen und Liebe in all unsere Anteile fliessen lassen. Und manchmal hat ein Mensch Zugang zu unserem Herz und wir spüren uns selbst wieder, durch das Herz das uns „erreicht“.


Wäre die Weihnachtszeit nicht einfach eine bewusstere "Herz-Zeit" ?
Ich nahm es als Kind immer so war, liebte diese Herz-Zeit. Nur mit all den Jahren, all dem unaufgelösten Schmerz, den nicht gefühlten und verdrängten Gefühlen wurde es "eine schmerzhafte Zeit". Eine Zeit die alles ans Licht holte und fühlbar machte, was eigentlich in mir ist. Manchmal geben auch Menschen in unserem Leben dieser Zeit einen besonderen "Zauber", der wie erlöscht wenn der Mensch weg geht.


Liebe berührt und verwandelt durch das wir uns berühren lassen...
...und neuer Zauber fliesst in unser Leben.


Sein mit dem was ist, ist eigentlich so leicht und braucht doch Mut. Wenn wir uns bewusst sind, dass ein Gefühl einfach nur durchfliessen möchte um uns damit etwas mit zu teilen und uns nichts antun kann, geht es leichter. Nur das nicht fühlen wollen, der Widerstand gegen das was da ist; ist ein ungesunder, Schmerz erzeugender Zustand und ein ständiger Kampf gegen uns selbst. Wirkliche Nähe, zu einem Partner, einem guten Freund, einem Tier, einem schönen Moment und dem Leben selbst geschieht dann; wenn wir wieder Verletzlichkeit zulassen und den Mut haben uns mit dem zu zeigen was in uns ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn in mir sein darf was ist, es sich verändert und das können wir auch unserem Umfeld geben.

 

Es ist die Kraft der Liebe die da wirkt und mein Herz sagt mir; dass wir alle genug erlebt und erfahren haben, dass alles sich verwandeln darf wenn wir uns dafür entscheiden. Es ist Zeit für den Zauber des Schönen auf unserer Erde und in unserem Leben.

Ich wünsche mir Frieden und Heilung in jedem Herzen; dass jeder Mensch gesundes Essen und seinen Raum zum leben hat, dass der Mensch wieder "online" mit der Natur ist - sie hört, spürt, fühlt und dass jeder Mensch seine Fähigkeiten zum Guten für unsere Welt leben kann. Denn eigentlich wäre unsere Erde ein Paradis.


Andrea Bader /  Lischana.ch

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